“Ich nehme es mir mal heraus, und behaupte, dass viele Schülerinnen und Schüler nach der Schule, der Grammatik und Ihrem Regelwerk skeptisch gegenüberstehen oder sie ehrfürchtig als ihren (unbezwingbaren) Gegner betrachten.

Frid habe ich bereits im ersten Semester meines Englisch Lehramts Studiums als Dozentin kennenlernen dürfen. Ein Teil meines Studiums, wie einige von den Lesern wissen dürften, besteht neben spannenden Literaturaufträgen oder wissenschaftlichem recherchieren darin, eine Sprachkompetenz in der Fremdsprache aufzubauen. Sprachkompetenz.. ein für mich schwer verdauliches Wort. So ähnlich sahen auch die Gesichter meine Kommilitonen in der ersten Vorlesung zum Grundbaustein Sprachkompetenz aus. Frid allerdings (für uns damals noch Mrs. Hirsch-Wright), stand vorne und löste meine (vielleicht etwas infantile) Vorstellung einer dickfelligen, akribischen Meisterin der Grammatik auf. Engagiert und, zu meiner Verwunderung, angeregt fing Sie an mein Bild aufzulösen. Frid’s Faszination für Sprache ist ansteckend! Statt in der ersten Vorlesung mit Wortformen, Flexionen und Beugungen anzufangen, hat Sie uns erklärt, was für persönliche Vorteile uns erwarten können, wenn wir uns mehr grammatikalische Funktionsweisen zu Gemüte führen würden. Mit vorallem visuellen Hilfen und auditiven Darstellungen wurde uns explizites Wissen vermittelt und unser Fortschritt als Kurs wurde mit einfachen bis – für mich – anspruchsvollen Aufgaben geprüft. So wie sie über Grammatik spricht, wirkt sie wie eine für jeden erreichbare und tatsächlich nützliche Kompetenz.

In mehreren bildungswissenschaftlichen Modulen habe ich theoretisch gelernt, wie Schülerinnen und Schüler womöglich motiviert werden könnten. Bei Frid habe ich gesehen/bezeugt, wie Sie aus einem „trockenen Stoff“ etwas Interessantes gemacht hat.

Ich würde meine heutigen Gefühle zur Sprachenlehre nicht als heiße Liebe beschreiben, aber ich habe eine vorher nicht dagewesene Schwärmerei entwickelt – oder nennen wir es einen gesunden Respekt vor der Disziplin. Mir ist nun bewusster als zuvor, wie eng eine gute Ausdrucksweise mit einem impliziten Wissen von grammatikalischen Regeln zusammenhängt. Eine Grammatik Meisterin werde ich niemals werden, und möchte ich auch nicht, aber eine Künstlerin der Sprache zu werden hat einen besonderen Reiz. So wie Kenntnisse der Farbenlehre und Strichführung beim Malen. So, wie diese Kenntnisse nicht zwingend erforderlich für das Malen sind, sind explizite Grammatikkenntnisse nicht zwingend erforderlich für das Sprechen. Möchte man jedoch nicht nur etwas von jemand anderem nachmalen oder sich auch malerisch Ausdrücken können, ist eine Auseinandersetzung mit einigen Regeln hilfreich. Grammatik ist durch Frid für mich das nützliche Pendant zum kreativen Ausdruck geworden.

Frid ist nun seit mehr als einem Jahr nicht mehr meine Dozentin, aber ich bin froh, dass wir den Kontakt privat gehalten haben und freue mich sehr auf das nächste Wiedersehen.”

Predda (Pirathaayeni Ravindran)

Studentin

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